Ökologie
und Nachhaltigkeit

Ökologie

Ökologie

Pulverlacke sind völlig lösemittelfreie, feste und nahezu emissionsfreie Lack­systeme. Sie werden in unserem Haus als duromere Pulver im elektrostatischen Verfahren (Koronaentladung) verarbeitet. Beim Pulverlackieren kann Overspray entstehen, der aber durch geeignete Kreislaufsysteme fast vollständig zurück gewonnen werden kann. Für eine nach Farben getrennte Pulver-Rückgewinnung steht in unserem Haus ein Zyklonsystem zur Verfügung.

Im Bereich der Abwassertechnik wurde mit der Novellierung des Wasser­haushalts­gesetzes sowie dem 40. Anhang zum Wasser­haushalts­gesetz erhebliche Auflagen zum Betrieb und Bau von Abwasservorbehandlungsanlagen für die Lackier­industrie gemacht. Saure und alkalische Spül- und Abwässer, sowie teil­auf­bereitete Konzentrate werden zur pH-Werteinstellung in die Neutralisations­anlage eingeleitet. Durch Zugabe von Säure bzw. Lauge wird der optimale pH-Wert eingestellt. Die pH-Wert-Erfassung erfolgt mit einer Glaselektrode und einem pH-Messverstärker, der über Dosierpumpen bzw. Magnetventile das jeweilige Neutralisationsmittel zugibt.

In einem Absetzbecken setzen sich alle im Abwasser enthaltenen Schwebestoffe als Nassschlamm mit bis 98 Prozent Wasseranteil am Behälterboden ab. Vom Schlammabsetzbecken wird der Schlamm mittels einer Schlammpumpe in eine Kammerfilterpresse gefördert. Die Kammerfilterpresse dient der Entwässerung von Schlämmen, wie sie bei der Behandlung von industriellen Abwässern anfallen. Der nach der Filtration anfallende Trockenschlamm ist stichfest und kann meist unbedenklich auf einer geordneten, behördlich zugelassenen Mülldeponie abgelagert werden. Die Abwässer werden einer pH-Endmessung unterzogen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Anfallende Restpulverlacke werden bei uns nicht einfach entsorgt, denn ein ressourcenschonender Einsatz und ein effizienter Umgang mit Energie unter ökonomischen sowie insbesondere auch ökologischen Gesichtspunkten ist zwingend erforderlich. Hier bietet sich die energetische Nutzung der Reststoffe aus der Produktion an.

Die Energieeffizienz unserer Flugstromverbrennung liegt weit über 70 Prozent und bietet damit eindeutig eine energetische Verwertung nach der EU-Abfall­rahmen­richtlinie (2008/98/EG).

Die Anlage besteht im Wesentlichen aus dem Flugstromreaktor, einem Wärme­übertrager zur Auskopplung der Nutzwärme und Abgas­reinigungs­komponenten zur Reduzierung der staubförmigen Emissionen. Die thermo­chemische Umwandlung der hochkalorischen Reststoffe erfolgt im Hauptapparat der Anlage, dem Flugstromreaktor, mit dem eigens dafür entwickelten Brenner. Dieser gewährleistet eine optimal verteilte Brennstoffzufuhr und Brennstoff-Luft-Vermischung. Nur so kann sichergestellt werden, dass der zugegebene Reststoff homogen und vollständig umgesetzt werden kann.

Der direkte Nutzen der Anlage besteht in der Bereitstellung von Prozesswärme. Die erzeugte Wärme kann für die Produktion zum Beispiel in Form von Warmwasser mit einer Temperatur von 70 bis 90 Grad Celsius genutzt werden. Alternativ ist auch Hochtemperaturwärme bis circa 350 Grad Celsius beim Einsatz von Thermoöl als Wärmeträger realisierbar. Bei einer direkten Rauchgasbeheizung werden Temperaturen bis circa 800 Grad Celsius erreicht und die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungsprozessen zur Stromerzeugung ist gegeben.

Die Vorteile der thermischen Reststoffverwertung bestehen insbesondere in der Senkung der Energie- und Entsorgungskosten sowie der Verringerung des Einsatzes fossiler Energieträger.

Die Flugstromanlage kann für Feuerungswärmeleistungen von etwa zehn Kilowatt bis zu mehreren Megawatt konzipiert werden. Das entspricht einer jährlichen Reststoffverarbeitungskapazität von einigen wenigen Tonnen bis zu mehreren Tausend Tonnen. Insbesondere bei größeren Anlagen ist dann der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung zur Erzeugung von Elektroenergie möglich.

» Weitere Informationen unter: www.powderenergy.de